Jetzt alle gegen das BÜPF unterschreiben!

Die Revision des Bundesgesetzes betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (kurz: BÜPF) stellt uns alle unter Generalverdacht, erlaubt den Einsatz von „Staatstrojanern“ auf unseren Computern, sowie mobilen Geräten und den Einsatz von IMSI-Catchern zur grossflächigen Aufzeichnung von Handy-Bewegungsdaten. Diese Massnahmen sind auch bei Bagatelldelikten zulässig und nicht nur bei schweren Verbrechen (z.B: Terrorismus oder Kinderpornographie).

Das revidierte Gesetz zwingt Hostingprovider, ISPs, Telekommunikations-, Cloud- aber auch private Anbieter von Netzwerken in die Rolle der Erfüllungsgehilfen der Ermittlungsbehörden. Sie bedroht mit der Ausweitung der Überwachung den „sicheren Datenhafen“ Schweiz. Mit der geforderten Voranmeldung von neuen Dienstleistungen 6 Monate bevor diese auf den Markt gebracht werden, bedroht es auch unser aller Jobs innerhalb und ausserhalb der IT-Branche.

Daher haben fast alle Jungparteien (Jungfreisinnige, JUSO, Junge Grüne, Junge Grünliberale, Junge SVP), Organisationen wie der CCC Schweiz, die Stiftung für Konsumentenschutz Schweiz, die Digitale Gesellschaft, Operation Libero und namhafte weitere, sowie die Piratenpartei Schweiz und der Branchenverband SWICO das Referendum gegen die Revision ergriffen.

Mehr Informationen findet Ihr unter https://buepf.ch/ oder https://stopbuepf.ch/. Dort gibt es auch ein interessantes Video und den gesamten Text des revidierten Gesetzes findet ihr unter https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2016/1991.pdf.

Bitte unterschreibt den Referendumsbogen online unter https://wecollect.ch/de/campaign/buepf-referendum/ oder zum Selberausdrucken unter https://www.buepf.ch/wp-content/uploads/BUEPF-3.pdf

Der Rückversand des Bogen ist für euch in beiden Fällen gratis.

 

Rückblick zum 32C3

Der 32C3 war mein erster „physischer“ Kongress und ich war im Vorfeld echt unsicher ob ich mich dort wohlfühlen würde.

Diese Bedenken waren aber vollkommen ungerechtfertigt. Die Mischung aus Vorträgen, Lesungen, Workshops, Hacking-Sessions, Tschunk-Gesprächen und Party haben mich zusammen voll überzeugt. Endlich normale Leute bei denen man nicht belächelt oder für paranoid erklärt wird, wenn man Passwörter regelmässig wechselt oder Kommunikation und Daten verschlüsselt.

Der gesamte Umgang untereinander war freundlich und zuvorkommend. Es gab keinerlei Streit und man konnte auch mal die Hardware oder den Rucksack irgendwo unbeaufsichtigt abstellen ohne sich laufend Sorgen machen zu müssen.

Vielen Dank dem gesamten Team und allen freiwilligen Helfern für diesen tollen Kongress.

Seit gestern Abend leide ich jetzt unter schwerem PCED (Post-Chaos-Event-Despression), aber nach dem Congress ist vor dem Congress und ich komme garantiert wieder.

Bei den Vorträgen sind auch einige nicht technische dabei und ich empfehle unbedingt einen Besuch der Aufzeichnungen unter: https://media.ccc.de/c/32c3

Referendum gegen das Nachrichtendienstgesetz

Das neue Nachrichtendienstgesetz bedroht mit anlassloser und unverhältnismässiger Überwachung unser aller Privatsphäre sowohl im Privaten als auch im Beruflichen. Seit der Ausweitung des NSA-Skandals haben div. Firmen ihre Daten in den sicheren Schweizer Hafen verbracht, da die Schweiz politisch stabil ist und hier ein starker Datenschutz herrscht. Das neue Gesetz erlaubt dem Geheimdienst den Einsatz von Staatstrojanern, die Ausspähung von Dateien sowie die Nutzung von Mikrofonen und Videokameras auf den digitalen Geräten und die sogenannte Kabelaufklärung.
Ein breites Bündnis aus Jungparteien (JuSo, junge Grüne), Parteien (Grüne, Piratenpartei, Alternative Liste) und Verbänden (Grundrechte.ch, Digitale Gesellschaft, GSoA, CCC Schweiz) engagiert sich im Referendum gegen das Nachrichtendienstgesetz und sammelt Unterschriften hierfür. Bis Ende Jahr müssen 50’000 Unterschriften gesammelt werden.
Bitte informiert euch unter auf www.nachrichtendienstgesetz.ch oder www.schnüffelstaat.ch. Wer jetzt glaubt „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ findet unter https://www.nachrichtendienstgesetz.ch/gegenargumente/ Argumente gegen dieses und andere häufige Gegenargumente.
Falls ihr auch gegen diese massiven Eingriffe in die Grundrechte und die Privatsphäre in der Schweiz seid, dann unterschreibt online unter https://ndg-referendum.ch/de/nachrichtendienstgesetz/. Alternativ findet ihr unter https://www.nachrichtendienstgesetz.ch/wp-content/uploads/NDG-3.pdf den offiziellen Referendumsbogen.

Hexentanzfestival 2014

Hier noch der kurze Bericht vom Hexentanzfestival 2014. Wir sind immer noch erschöpft, werden aber nächstes Jahr voraussichtlich wieder teilnehmen.

Wetter

Am Mittwoch (unserem Aufbautag) war das Wetter noch sonnig und warm. In der Nacht auf Donnerstag begann es dann zu regnen und hatte sich bis zum Freitagmorgen nicht mehr beruhigt. Freitags und Samstags schien dann überwiegend die Sonne und es war überwiegend trocken. Die Sonne hat sogar für Farbe und Sonnenbrand im Gesicht genügt.  Die Nächte waren allerdings furchtbar kalt *bibber*. In der Nacht auf Sonntag war es nochmal richtig kalt und vor allem die Nacht auf Sonntag war furchtbar. Am Sonntagmorgen lag Rauhreif auf den Wiesen und man musste Eis von den Autoscheiben kratzen.

Leute

Die Leute auf dem Zeltplatz (zumindest in unserer Ecke) waren nett und kollegial. Man hielt zusammen, gab Unterschlupf vor Regen und Wind, bekam Wärme und manchmal auch ein Steak am Feuer ab und es gab keine Schlägereien, Gepöbel oder anderen Stress.

Bands

Subway to Sally

Der neue Bühnenaufbau zur Mitgift-Tour unterstützt die Band perfekt. Das Konzert war eine Mischung aus altbekannten Klassikern, weniger häufig gespielteren älteren Liedern und den neuen Liedern der Mitgift-CD. Spätestens als die ganze Menge auf die Ansage „Meister“ von Eric Fish den kompletten Refrain von Kleid aus Rosen sang, war klar dass alle vom Konzert begeistert sind.

Trotz kleinerer technischer Probleme, die mit ein paar Streifen Gaffa beseitig werden konnten, war es eines der besten Subway-Konzerte bisher.

Welle: Erdball

Welle: Erdball legte trotz krankheitsbedingt abwesendem A.L.F ein super Konzert mit guter Bühnenshow hin.

Letzte Instanz

Gewohnt gutes Konzert mit stark beteiligtem Konzertpublikum.

Dornenreich

Leider Gottes zündet Dornenreich live einfach nicht. Die Musik ist zu komplex um sie dem spontan erschienen Publikum nahe zu bringen und so standen viele Besucher einfach nur staunend da. Zumindest optisch war das Konzert jedoch ansprechend, da Eviga mit seiner wundervoll ausdrucksstarken Mimik seine poetischen Texte auf einzigartige Weise vorträgt. Dem erfahrenen Hörer wurde jedoch eine gelungene Mischung alter und neuer Lieder dargereicht und Fans der früheren Werke wurden nicht enttäuscht.

Stahlzeit

Die Rammstein-Tribute-Band Stahlzeit war leider in mehrfacher Hinsicht schlecht. Der Ton war grauenhaft abgemischt und die Pyroshow kam immer etwas zuspät zu den jeweiligen Schlägen der Musik.

Verpflegung

Das Essensangebot auf dem Eventgelände war breit gefächert. Von Pizza über Asiatisch, Pulled Pork bis zu Burger war alles vorhanden und mit angemessenen Preisen versehen. Sogar ein vegetarisch/veganer Stand mit Burger und „Meat“ Balls war vorhanden. Alle Gerichte die wir probiert haben, waren qualitativ gut bis sehr gut.

Lobenswert

  • Shuttle-Service zum Zelt mit allem (!) Gepäck am Anreisetag
  • Zufahrt am Sonntag mit dem Auto direkt auf den Zeltplatz zum Aufladen
  • Die Preise auf dem Festivalgelände waren sehr in Ordnung
  • Toiletten und Duschen auf dem Zeltplatz wurden mehrmals täglich gereinigt
  • Die Anreise dauert nur etwas über drei Stunden über die Autobahn in Frankreich

Verbesserungswürdig

  • Ausschilderung auf dem Gelände: Wo sind die Toiletten/Duschen? Wo der nächste Sanitätsstand? Wo der nächste Security?
  • Anwesenheit der Security auf dem Zeltplatz: Es gab keinerlei (zumindest nicht wahrnehmbare) nächtliche Kontrollen durch die Security.
  • Sicherheitskontrollen: Die im Vorfeld recht strikt angekündigten Sicherheits- und Taschenkontrollen für den Zeltplatz wurden gar nicht durchgeführt. Verwunderlich wenn aufgrund von Vorkommnissen der Vorjahre bereits Deosprays und jegliches Glas auf dem Zeltplatz verboten waren. Teilweise reisten Teilnehmer mit mehreren Bierkästen mit Glasflaschen an und die Security hat dies einfach ignoriert.
  • Entfernung zwischen Zeltplatz und Event-Gelände: Die halbe Stunde Fussmarsch ist selbst in nüchternem Zustand und bei gutem Wetter ziemlich anstrengend. Wenn dann noch das ein oder andere Bier und schlechtes Wetter dazu kommt, wird es besonders unangenehm. Hier wäre ein Shuttle-Service toll.

Fazit

Das Hexentanz ist ein gutes, aber noch ausbaufähiges, Festival in schöner Lage und gut für uns erreichbar. Wir kommen wieder.

BÜPF

Derzeit wird im Ständerat über ein neues Bundesgesetz zur Ausweitung und Verschärfung der unbemerkten Überwachung und Vorratsdatenspeicherung in der Schweiz diskutiert. Die Wortbeiträge im Ständerat findet ihr unter http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/s/4912/431023/d_s_4912_431023_431378.htm (Vorsicht viel Text, teilweise leider nur französisch).

Fast alle Jungparteien (Jungfreisinnige, JUSO, Junge Grüne, Junge Grünliberale, Junge SVP), Organisationen wie der CCC Schweiz, die Stiftung für Konsumentenschutz Schweiz, die Digitale Gesellschaft und namhafte weitere, sowie die Piratenpartei Schweiz sprechen sich gegen BÜPF aus und der Branchenverband SWICO hat ein achtseitiges Schreiben an den Ständerat herausgegeben.

Das Gesetz stellt mit der Verlängerung der Speicherung aller Verbindungsdaten für 12 Monate uns alle unter Generalverdacht, erlaubt den Einsatz von „Staatstrojanern“ auf unseren Computern und mobilen Geräten. Es zwingt Hostingprovider, ISPs, Telekommikations- und Cloudanbieter, aber auch private Anbieter von WLANs in die Rolle der Erfüllungsgehilfen der Ermittlungsbehörden.

Bitte informiert euch unter https://buepf.ch/, lest den gesamten Text des Gesetzes unter , unterschreibt die Petition und verteilt diese Information auf allen Kanälen weiter.